Pacific Rim


Im Prolog des Films wird kurz das Zukunfstszenario umrissen, in dem die darauf folgenden gut zwei Stunden spielen:
Durch irgendwelche atomaren, nuklearen oder anderen Verunreinigungen der Meere, ist am Rande des Pazifiks ein Riss entstanden, der fortan als Portal für Alienmonster aus einem Paralleluniversum oder so dient.
Diese Monster nennt man “Kaiju” (ein Begriff aus der japanischen Monsterkultur soweit ich weiß) und bekämpft werden sie wiederum von sogenannten “Jaegern”, das sind menschengeschaffene Riesenroboter für deren Steuerung man zwei Piloten oder Ranger braucht. Am Anfang läuft es ganz gut für die Jaeger und die Menschen wägen sich schon in trügerischer Sicherheit, als plötzlich immer mehr und bösere Kaiju-Monster kommen und ziemliche viele Städte und Menschenleben ausrotten. So weit, so blöd.

Mitten in diesem kritischen Wendepunkt des Kaiju-Jaeger Kräfteverhältnis lernen wir dann auch unseren Protagonisten kennen, dessen Namen ich vergessen habe. Er und sein Bruder sind ein Top-Kämpferteam, da sie über die nötige neurale Kompatibilität für einen Drift verfügen. Ja, genau. Das muss man nämlich machen um einen Jaeger zu steuern. Bei diesem Verfahren vernetzten sich die zwei Piloten miteinander und irgendwie auch mit dem Roboter, glaub ich. damit das funktioniert, müssen beide Piloten geistig sehr gut miteinander harmonieren, da sie quasi zu einem Gehirn werden. Da passt es ganz gut, dass die beiden Brüder anscheinend ähnlich große Holzköpfe sind. Auch wenn beide eine Zeit lang gut absahnen bei den Kämpfen, kommt der unvermeidliche Zeitpunkt, an dem sie einen Kampf gegen ein supergroßes Monster verlieren und einer der Beiden stirbt. Danach zieht sich der Überlebende aus den Jaeger-Geschäft zurück und baut an einer großen Überlebensmauer gegen die Kaijus mit.
Bevor ich hier den ganzen Film erzähle, den Rest in Kurzform: Die Gelder für das Jaeger Programm werden gestrichen, der Commander geht in den Untergrund und rekrutiert die übrig gebliebenen Piloten, es wird gekämpft, klischeehafte Wissenschaftler-Sidekicks machen unlustige Sachen, wieder Kampf, so etwas wie eine Love-Story wird angedeutet, pathetische Vorträge und Eitelkeiten unter den Piloten, noch einmal Monster, sehr pathetisches Ende.

Es ist natürlich einfach, Storys von solchen fantastischen Filmen zu kritisieren und normalerweise finde ich solche Kritik auch lächerlich, hier ist sie aber angebracht. Der Film vergibt nahezu jede Chance, seiner fantastischen Geschichte ein eigenes Gesicht zu verleihen, lässt gute Gelegenheiten für starke Action-Sequenzen aus (Man denke an ein Kaiju-Jaeger Kampf an der Überlebensmauer!) und, was das Schlimmste ist, verzichtet darauf, das Ganze mit der nötigen Portion Eigenironie zu versehen. Nun mögen das Einige anders sehen, aber mir ist dieses Augenzwinkern dann offensichtlich entgangen. Dadurch, dass man ausschließlich klischierte und platte Figuren zeichnet, pathetisch-militärische Peinlichkeiten feiert und Action-Szenen immer im Regen stattfinden lässt, persifliert man all das eben noch lange nicht.
Ich vermute mal, dass dieser Film in vielerlei Hinsicht Hommage an irgendwas oder -wen ist, um das zu begreifen kenne ich mich in der Materie aber nicht gut genug aus und es ist mir auch egal.

Hätte Del read more here Torro den Film humorvoll gestaltet und ein bis zwei Schippen drauf gelegt, oder aber genauso viele Schippen herunter genommen und sich etwas mehr um ein fesselndes Drehbuch gekümmert, wäre aus Pacific Rim bestimmt etwas geworden. So aber bleibt es für mich ein kindischer Film, den er nach dem “Wäre es jetzt nicht geil wenn…” Prinzip gedreht hat, was auch legitim ist und wohl eine Menge Spaß gemacht haben muss, mir als Zuschauer aber einfach keinen Spaß macht.

Da ich die Rückblende in Makos Erinnerungen sehr schön anzusehen fand und mich nicht die ganze Zeit gelangweilt habe noch:
3 Stars (3 / 10)

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Theo
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Ein Kommentar

  1. Lustig finde ich auch, dass der Filme diese neurale Kompatibilität thematisiert, die jedoch am Ende völlig übern Haufen geworfen wird und da jeder mit jedem in die Kiste steigt.

    Und dass sich da echt keiner mal über den Namen dieser Viecher lustig macht. “Gaijun”, J-Kitsch Namen klingen immer sooo lächerlich, und noch mehr in einer westlichen Produktion.

Kommentare sind geschlossen.

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