Homeland – Staffel 1


Was in Deutschland die Daily Soaps sind, sind im Amiland die Crimeserien. Bisher habe ich es immer geschafft um die hiesigen Soaps einen großen Bogen zu machen. Und auch dem Amerikanischen Import von Crimeserien habe ich bisher kaum Konfrontationsfäche bieten können. Daher war bisher meine Weste rein von 0815-Einheitsbreibeschmutzungen – Bis zum heutigen Tag.

Bis zum heutigen Tag stimmt nicht ganz. In Wahrheit ist es schon ein Wöchelchen her, dass ich die erste Staffel Homeland gesehen habe. Homeland war ein recht zweifelhaftes Vergnügen. Es hat mich im jeden Fall unterhalten, im Sinne von belustigt. Ich nehme an, das ist nicht ganz das, was die Serie transportieren wollte, aber wenn es das gewesen wäre, hätte es funktioniert. Aber bevor ich zu den Dingen komme die nicht funktionieren und mich dabei belustigen, erstmal zu den Dingen die nicht funktionieren und dabei einfach nicht funktionieren.

Die Prämisse der Serie ist ein klassisches Katz und Maus Spiel, im Spion-, Agent-, Doppelagentstil. Dabei wurde ein amerikanischer Marine in der Zeit als Kriegsgefangener von einem Terroristenführer zum Islam bekehrt, und als Spion, Schläfer und Terrorist ausgebildet. Ob und wer dieser Schläfer ist, weiß der Zuschauer nicht genau. Und das ist der Punkt der die komplette Spannung trägt. Und das funktioniert…
sehr…

überhaupt gar nicht. Zugegeben entwickelt man als Zuschauer ein gewisses Interesse dafür, wer jetzt der tatsächliche Schläfer ist, doch hier gleich von Spannung zu reden wäre ein wirklich unangebrachter Euphemismus. Und warum erzeugt dies keine Spannung? Weil es keine Bedrohung gibt. Und wenn es keine Bedrohung gibt, gibt es auch keine Konsequenz, wenn der Schläfer nicht enttarnt wird. Es ist völlig egal wer der Terrorist ist, weil von einer terroristischen Bedrohung weit und breit jede Spur fehlt. Selbst wenn es eine geben sollte verpasst die Serie jede Gelegenheit nur ein geringstes Maß an Bedrohung zu erzeugen.  In der Serie ist die Bedrohung eines terroristischen Anschlags gleichermaßen abwegig wie die Bedrohung einer riesenarmeisenberittenen Alieninversion. Wen interessiert es wer der Terrorist ist, wenn von ihm die gleiche Bedrohung ausgeht wie von einem Nachbar, einem Arbeitskollegen, einer Supermarktkassiererin, einem Einhorn, einer Schildkröte, einem Kopierer oder einem Stuhl? Zu sagen irgendwer hätte bei der letzten Weihnachtsfeier gekotzt, und nicht zu verraten wer, hätte nicht weniger Spannung erzeugen können. Vielleicht sogar mehr, bei der Frage ob diese Person bei anstehenden Weihnachtsfeier wieder kotzen würde. Um es ist in Zahlen auszudrücken: Der Höhepunkte des Spannungsbogens der Staffel wäre auf einer Skala von eins bis zehn, irgendwo angesiedelt zwischen eins und äääh… null. Das ist natürlich jetzt irgendwie blöd gelaufen, wenn man den einzigen eventuellen spannungserregenden Aufhänger der Serie verpasst umzusetzen. Ist besonders blöd, wenn man bedenkt, dass die Serie dem Genre Crime/Thriller zuzuordnen ist.

Zum Glück kann die Serie noch mit anderen Qualitäten auftrumpfen, und konnte mich so für sich gewinnen. “Qualität” und “Gewinnen” sind natürlich weit übersteigerte pseudonyme für “belustigende Nuancen”. Wir kommen also jetzt zu den Dingen die nicht funktioniert, mich dabei aber belustigt haben. Diesen Dingen zum Dank, entstand auch die letzten Endes gar nicht soo schlechte Bewertung.

Fangen wir an mit dem Cast. Ouh Emm Gee – Ich mein Oh Mein Gott! Von allen Müttern die ich je in einem Film oder einer Serie oder Sonstwas gesehen ist, diese die absolut schlechteste von allen. Keine Ahnung was sie darstellen soll, eine selbstlose fürsorgliche Mutter? -eine verantwortungslose selbstsüchtige Mutter? -eine Milf? Ich habe keine Ahnung, welche von den Rollen sie spielen soll – sie erfüllt keine Einzige. Tatsächlich strahlte sie anfänglich für mich noch ein hohes Maß an Attraktivität aus, was für die Rolle der Milf sprechen würde. Die Attraktivität wurde bei mir jedoch zerstört durch ihr grottenschlechtes spielen, vermutlich bedingt durch die Fehlbesetzung als Mutter, und ihre fetten Beine! Als Freundin okay, als Frau meinetwegen, aber wenn sie mal als Mutter in Erscheinung trat, breitete sich in mir eine Mischung aus Fremdscham und einem bemitleidenden Auslachen aus.

Die Mutter als Beispiel voran, sind die Charaktere an eindimensionalität und Ideenlosigkeit kaum zu überbieten. Die langweilige Mutter, der schwule Sohn, die rebellische Tochter, die psychoworkaholic Frau, und die nicht definierbaren Komplettlangweiler als Rest. Mit ein paar Ausnahmen wie Mutter oder Sohn, muss man aber den Schauspielern zugestehen, dass sie es fast schaffen aus der grauen undefinierbaren Pampe ihrer Rollen geformte Charakter zu entwickeln.

Man mag es kaum glauben, aber genau diese unkreative Ideenlosigkeit gepaart mit der kulissenhaften Semiauthentizität hat die Serie für mich gerettet. Bei jedem Klischee welches durchgeritten wurde, bei jeder bis zum erbrechen ausgereizten unkreativen Lösung musste ich jedes mal lachen. Als Beispiel musste ich jedes mal wegen dem immer gleichen lächerlich oft ausgereizten unauthentischen Szenenwechsel lachen, wenn zum CIA Hauptquartier als Schauplatz gewechselt wurde, und es wurde zwei,drei mal pro Folge ins CIA Hauptquartier gewechselt. Und bei jedem mal, bei wirklich jedem mal wird dieser Schauplatzwechseln gleich eingeführt: die psychoworkaholic Frau kommt zu Spät zu einer Konferenz. Klingt plausibel. Bei der CIA arbeitet ja schließlich niemand und was besseres als Kaffeekränzchen zu haltern haben die auch nicht zu tun. Ups… haben die ja echt nicht bei dieser “Bedrohung” wie sie die Serie vermittelt…
Gut, ich nehme alles zurück – authentisch – doch nicht lustig, scheiße Wertung schon gegeben 4 Stars (4 / 10)

Homeland – Season 1 [Blu-ray]


New From: EUR 12,89 In Stock

Hat dir der Artikel gefallen?
Milan

Milan

mehr von Milan auf seinem persönlich Blog bei themakbook.de
Willkommen auf taperapers.de!
Ich bin Milan, Autor und Gründer von der Seite. Hier lasse ich mich mit meiner semijournalistischen Meinung über Filme, Serien und Spiele aus.
Fühle dich Eingeladen auch deine Meinung Kund zu tun!

Auf taperapers.de/shop findest du den T-Shirt Shop. Dort lade ich meine eigenen Vectordesigns zu allem was ich so geil finde hoch, schau doch mal vorbei!
Milan

Über Milan

Willkommen auf taperapers.de! Ich bin Milan, Autor und Gründer von der Seite. Hier lasse ich mich mit meiner semijournalistischen Meinung über Filme, Serien und Spiele aus. Fühle dich Eingeladen auch deine Meinung Kund zu tun! Auf taperapers.de/shop findest du den T-Shirt Shop. Dort lade ich meine eigenen Vectordesigns zu allem was ich so geil finde hoch, schau doch mal vorbei!
Bookmark the Permalink.

Ein Kommentar

  1. И как это автору не влом столько времени на написание статей тратить, мы конечно очень благодарны, но вот я на такой альтруизм не способен

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

    • User Avatarcheap viagra Diversified Information http://buyviagra-online.top/ Extensively this scion – Apr 21, 9:51 PM
    • User Avatarviagra 100 mg best price General Low-down Far this by-product http://viagraprices.top/ - viagra price – Apr 21, 6:44 PM
    • User Avatargeneric viagra Accustomed Info http://discountsildenafil.top/ Fro this outcome – Apr 21, 2:18 PM
    • User Avatarcanadian viagra Global Low-down Fro this by-product http://canadaviagra.top/ get cheap health insurance – Apr 21, 1:54 PM
    • User Avatargeneric viagra Accepted http://discountsildenafil.top/ Intelligence Far this product – Apr 21, 12:25 PM
    • User Avatarviagra without a doctor prescription Community Tidings Back this output health care options – Apr 21, 9:04 AM